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Fugen in Calciumsulfatestrichen

 Empfehlungen auf Grundlage von Hinweisblättern der Verbände BEB und IWM

 

 

Beheizte Estrichkonstruktionen


Bei beheizten Estrichkonstruktionen wird unterscheiden nach

  • Nicht vollflächig beheizte Estriche
  • Vollflächig beheizte Estriche 

Nicht vollflächig beheizte Estriche


Nicht vollflächig beheizte Estrichkonstruktionen enthalten nur teilweise Heizelemente. Dadurch entstehen beheizte und unbeheizte Teilflächen, die grundsätzlich durch eine Bewegungsfuge voneinander getrennt werden müssen.Unbeheizte bis zu 1 m breite Randzonen (wie z. B. in Bereichen von Küchenzeilen) fallen nicht hierunter.

 



Vollflächig beheizte Estriche


Bei vollflächig beheizten Estrichkonstruktionen ist bei der Fugenplanung nach der Grundrissform zu unterscheiden

  • Rechteck - Flächen 
  • Flächen mit Türdurchgängen 
  • L - Flächen
  • U - Flächen 
  • Komplexe, asymmetrische Flächen

 

Rechteck - Flächen

Bei Rechteck-Flächen ist bei Kantenlängen ab 20 m, bei starren Belägen bei Kantenlängen ab 10 m, die Anordnung einer Bewegungsfuge zu empfehlen.

Bei gleichmäßiger Beheizung der Fläche sind bei elastischem Oberbelag Estrichflächen mit Kantenlängen von mehr als 20 m fugenlos herstellbar.

 



 

Flächen mit Türdurchgängen (vollflächig beheizt)

 

 

In Abhängigkeit von der Grundrisslänge gelten folgende Empfehlungen
 

Grundrisslänge > 5 m

- bei starren Belägen → Bewegungsfugen anordnen

 

Unabhängig von der Grundrisslänge

- zwischen beheizten und unbeheizten Flächen → Bewegungsfugen anordnen

- bei stark unterschiedlich beheizten Heizkreisen → Bewegungsfugen anordnen

 

Hinweis

Innerhalb einer Wohnung können bei beheizten Estrichen die Fugen in Türdurchgängen als Scheinfugen ausgebildet werden, wenn ausreichend breite Randfugen in den Räumen vorhanden sind. Diese Scheinfugen dürfen nicht kraftschlüssig geschlossen werden und sind deckungsgleich im Oberbelag zu übernehmen. Sie müssen in der Regel auch nicht gegen Höhenversatz gesichert werden. 

 

 

 

L - Flächen (Grundrisslängen bis 12 m)

  1. L-Fläche in 2 möglichst gedrungene Rechteck - Flächen aufteilen.
  2. Von beiden Rechteckflächen die Mittelpunkte zeichnerisch (durch Verbinden der Eckpunkte) ermitteln.
  3. Schneidet die Verbindungslinie der Mittelpunkte die „einspringende“ Ecke, ist ein Schenkel des Grundrisses durch eine Bewegungsfuge abzutrennen.

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U - Flächen (Grundrisslängen bis 12 m)

  1. Die diagonal gegenüberliegenden Außenecken miteinander verbinden.
  2. Schneidet eine der Verbindungslinien eine „einspringende“ Ecke der U-Fläche, so ist ein Schenkel durch eine Bewegungsfuge abzutrennen.
  3. Die dadurch entstandene L-Fläche ist erneut zu beurteilen.

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Komplexe, asymetrische Flächen  

 

Komplexe, asymmetrische Flächen sind durch Bewegungsfugen so zu teilen, dass Teilflächen mit möglichst einfachen Geometrien entstehen. Die gebildeten Rechtecke, L- und U – Flächen, sind dann nach den dafür beschriebenen Verfahren zu betrachten.